magische
Orte
entdecken

und virtuell erleben

entdecken
Projekt

Landschaft entdecken

Das neue Ausstellungsprojekt der Stadt- und Kreisarchäologie macht’s möglich. Die Landschaft selbst wird zum Ausstellungsraum und neun magische Orte in Stadt und Landkreis Osnabrück lassen sich per App erkunden.

 

Das Osnabrücker Land ist reich an archäologischen Fundstellen und hat historisch viel zu bieten.

Von der Steinzeit bis heute haben Menschen die Landschaft gestaltet und geprägt. Ihre Spuren und Hinterlassenschaften geben oft noch Jahrtausende nach der Entstehung entscheidende Hinweise auf vergangene Lebenswelten. Nicht immer ist ihre Bedeutung auf den ersten Blick zu erkennen. Erstaunlich was Landschaft so alles erzählen kann, erkundet man besondere Orte und erfährt ihre Geschichten. Als Lebensgrundlage und „Archiv der Menschheitsgeschichte“ ist Landschaft daher schützens- und bewahrenswert.

Auf Spurensuche in der Landschaft

Die Spuren vergangener Landschaftsgestaltung finden wir bis heute. Überreste wie jungsteinzeitliche Großsteingräber, Hügelgräberfelder der Bronze- und Eisenzeit oder mittelalterliche Burgen und Kirchen sind noch immer landschaftsprägende Elemente. Oft ist das Wissen über diese Relikte längst vergangener Zeiten verloren gegangen, aber die vielfältigen Spuren menschlicher Einflüsse sind in der Landschaft gespeichert

40 Jahre Stadt- und Kreisarchäologie

Die Ausstellung Magische Orte Entdecken entstand anlässlich des 40 jährigen Jubiläums der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück. Sie wird von der DBU, der Sparkasse Osnabrück, mit Mitteln von Stadt- und Landkreis Osnabrück und der Firma Matthäi gefördert. Entdecken und erleben Sie neben der App zur Ausstellung, ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm und weitere vielfältige Angebote

  • Info
  • Karte
  • Materialien

Schölerberg


Osnabrücker kennen den Schölerberg heute als Naherholungsgebiet, es finden sich dort jedoch noch viel ältere Spuren. Hinweise einer frühen Besiedlung gibt es hier bereits aus der Jungsteinzeit vor rund 5.500 Jahren. Das Großsteingrab in der Alten Bauernschaft gehört zu diesen Zeugnissen aus der Zeit der Megalithkultur.

Deutlich jünger sind die am Schölerberg gefundenen Skelette. Auf dem Gelände des heutigen Zoos entdeckte man einen frühmittelalterlichen Friedhof. Dieses sächsische Körpergräberfeld datiert ins frühe 8. Jahrhundert. Vielfach wird angenommen, dass mit dem Dom als Anfang von Stadt und Bistum um 780 auch die Christianisierung des Osnabrücker Raumes begann. Tatsächlich gab es aber schon knapp hundert Jahre früher am Schölerberg die ersten Christen. Sie lebten hier vor mehr als 1300 Jahren.

Dom


Der Dom ist im Kern mehr als 1200 Jahre alt. Er erhebt sich über den steinernen Fundamenten einer Missionskirche, des ältesten Gebäudes von Osnabrück. Sie geht auf Karl den Großen zurück, der zur Christianisierung der Sachsen seit 774 ein flächendeckendes Netz aus Missionszellen aufbauen ließ. Die neu gegründeten Orte bestanden zunächst aus Kirche und Kloster und lagen häufig an Fernhandelsrouten, so auch Osnabrück. Bald lebten hier nicht nur Missionare und ihr Gefolge, sondern es siedelten sich auch Sachsen aus der Umgebung, Handwerker und Händler an.

Kurz nach 800 wurde Osnabrück Bischofssitz und eine große Kathedrale ersetzte die Missionskirche. Durch stetiges Wachstum entwickelte sich die kleine Ansiedlung bis zum 13. Jahrhundert zur mittelalterlichen Stadt Osnabrück.

Piesberg


Der Piesberg entstand in der Karbonzeit vor ca. 300 Millionen Jahren. Riesige Wälder und üppige Waldsümpfe prägten damals das Landschaftsbild. Im Laufe von Millionen von Jahren wurden aus den Mooren und Sümpfen Steinkohleschichten. Der Steinkohlebergbau als bedeutender Wirtschaftsfaktor wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts betrieben.

Mit der Anbindung der Stadt an das Eisenbahnnetz im Jahr 1855 wurde der Piesberg auch zum beliebten Ausflugsziel. Lokale wie das Piesberger Gesellschaftshaus oder der Schmied im Hone boten Bergleuten, Reisenden und Kaufleuten Unterkunft und Verpflegung. Wanderführer und Ansichtskarten lobten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Knieanbetungsstein, Karlssteine oder auch das Kreuz im Hone, um die sich teils heute noch viele Geschichten und Sagen ranken.

Wittekindsburg Rulle


Burgen faszinieren seit jeher und prägen eindrucksvoll die Landschaft. Vielen ist die Wittekindsburg als idyllisches Ausflugsziel im Nettetal bekannt. Mit einer Fläche von etwa 16 ha zählt sie zu den größten frühmittelalterlichen Befestigungsanlagen in Niedersachsen. Erst durch Ausgrabungen hat die Burg einiges von ihrer Geschichte preisgegeben. Einst habe sich Sachsenherzog Widukind hier nach der Niederlage gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen der 780er Jahre versteckt.

Die Wahrheit der Legende konnte zwar nie belegt werden, es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass die Anlage den Sachsen als Fluchtburg diente. Von den siegreichen Franken wurde sie dann in der Zeit vom 8.-10. Jahrhundert umgebaut. Ein System aus Mauern, Gräben und Wällen sicherte Haupt- und Vorburg. Die Bezeichnung "Wittekindsburg" ist im Osnabrücker Land für mehrere Anlagen geläufig.

Teufelssteine Vehrte


Ein Spaziergang im Vehrter Wald bietet einige Überraschungen. Zu den Teufelssteinen zählen, neben dem Süntelstein, auch die Großsteingräber Teufelsbackofen und Teufelsbacktrog. Die Findlinge wurden während der Saale-Eiszeit vor etwa 200.000 Jahren von Skandinavien ins Osnabrücker Land transportiert. Als die Gletscher abschmolzen, blieben die Steine liegen und wurden vor 5.000-5.500 Jahren zum Bau der Grabanlagen in der Jungsteinzeit genutzt.

Schon die Brüder Grimm wussten 1816 vom berühmten Süntelstein zu berichten. Der Sage nach entstanden die Risse im Stein durch eiserne Ketten des Teufels. Dieser schleppte den Süntelstein auf seinem Rücken, um den Eingang der Venner Kirche zu versperren. Der Versuch aber misslang und der Teufel verschwand aus der Region.

Schnippenburg


Viele ehemalige Burgen sind aus unserem Blickfeld verschwunden – oder waren es, bis sie wiederentdeckt und archäologisch erforscht wurden. Das Rätsel um die eisenzeitliche Schnippenburg bei Ostercappeln wurde erst vor einigen Jahren gelöst. Die versteckt im Wald gelegene Ringwallanlage war Handelsplatz und Kultstätte zugleich – ein Zentralort, 250 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung. Der Handel mit Eisen und Salz schuf Verbindungen bis weit in den Mittelmeerraum.

Die Funde der Ausgrabungen bezeugen intensive Handelskontakte zum keltischen Kulturraum. Seit 2010 werden Forschungsergebnisse und Funde im Schnippenburgmuseum in Schwagstorf präsentiert. In Darpvenne lässt der Nachbau eines Eisenzeithauses die Vergangenheit lebendig werden.

Steingräberweg Giersfeld


Im Giersfeld, so die Sage, fielen dem Teufel große Steine aus den Taschen und blieben bis heute dort liegen. Tatsächlich sind sie Reste von mehr als 5000 Jahre alten Grabbauten. Bei Westerholte findet sich die größte Ansammlung von vorgeschichtlichen Grabanlagen, sie sind Zeugnisse einer frühen Besiedlung des Osnabrücker Landes. Dieses eindrucksvolle Ensemble ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt.

Die Großsteingräber und Grabhügel wurden seit der Jungsteinzeit ab 3.500 v. Chr. bis zur jüngeren Bronzezeit um 700 v. Chr. genutzt. Alle Gräber liegen am 3 km langen Steingräberweg, eine der Stationen der „Straße der Megalithkultur“. Als europäischer Kulturweg verbindet sie zahlreiche Großsteingräber in Nordwestdeutschland miteinander.

Wacholderhain Plaggenschale


Der Wacholderhain in Merzen-West- und Osteroden ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. In der jüngeren Bronzezeit/frühen Eisenzeit zwischen 1200 bis 500 v. Chr. war dieses Gelände ein großes Bestattungsareal. Von den damals angelegten Grabhügeln haben sich bis heute über 100 Hügel erhalten. Sie sind Zeugnisse einer Zeit, in der ein radikaler Wandel im Bestattungsritus erfolgte: Von der Körper- zur Brandbestattung.

Das Hügelgräberfeld gehört zu den bedeutendsten Bodendenkmalen in Nordwestdeutschland. Der Name Plaggenschale erinnert zugleich an die mittelalterliche Funktion des Geländes. Hier wurden systematisch Erdplaggen abgetragen („geschält“) und zur natürlichen Düngung der umliegenden Felder (der „Plaggenesche“) genutzt.

Kirchburg Ankum


Archäologische Untersuchungen erbrachten den Hinweis auf eine bis dato unbekannte Ansiedlung in Ankum aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. Zu dieser gehörten diverse Grubenhäuser, großflächige Pfostenbauten und ein weitläufiges Grabensystem. Vor allem zur Karolinger- und Ottonenzeit (9./10. Jahrhundert) nahm Ankum in der Region des Osnabrücker Nordlandes eine besondere Stellung ein.

Der Ausbau der Kirchburg ging einher mit der steigenden Bedeutung Ankums als Zentralort. Hier kreuzten sich wichtige Verkehrswege, der Ort war Umschlagplatz für Waren und zugleich herrschaftliches Zentrum der Region. Bis ins 19. Jahrhundert war Ankum Sitz des seit 1225 urkundlich belegten Gogerichts. Noch heute kennzeichnet eine Linde auf einer Hügelaufschüttung („Vogelboll“) die ursprüngliche Stätte der Gerichtsverhandlungen.
Viele kennen den Zoo und das Museum am Schölerberg. Aber nur wenige wissen, dass sich am Schölerberg noch deutlich ältere Spuren finden lassen. Bereits vor 1300 Jahre lebten hier die ersten Christen. Aber was macht den frühmittelalterlichen Friedhof am Schölerberg so besonders? Erfahrt mehr zu Änderungen im Bestattungsritus und entdeckt welch wertvolle Gegenstände damals als Beigaben mit in die Gräber gelegt wurden.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Schon_gewusst_Gräberfeld,Schölerberg.pdf
Der Dom zählt zu den ältesten Gebäudes von Osnabrück. Begibt man sich auf Spurensuche rund um den Dom, ist es ganz erstaunlich was dieser alles so zu erzählen hat. Erfahrt mehr zum Geheimnis, das sich unter der Putzschicht im Kreuzgang verbirgt oder weshalb der rechte Domturm so dick ist.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Schon_gewusst_Domplatz.pdf

Schon_gewusst_Kreuzgang.pdf
Viele sind den Piesberg sicherlich schon einmal hinaufgestiegen und haben von dort oben die Aussicht auf Osnabrück genossen. Der Piesberg hat aber noch wesentlich mehr zu bieten. Auf den Spuren von Karl dem Großen und Sachsenherzog Wittekind erfahrt ihr mehr über die Legende um die Karlssteine, entdeckt spannende Geschichte und deckt dunkle Geheimnisse längst vergangener Zeiten auf.

Seid ihr bereit? Los geht’s!
Interaktive Karte

Schon_gewusst_Galgenhügel_Piesberg.pdf
Sei_kreativ_Sagen_Piesberg.pdf
Kreuzwortraetsel.pdf
PiesbergComic.pdf
Erst durch Ausgrabungen hat die Wittekindsburg in Rulle einiges von ihrer Geschichte preisgegeben. Einst soll sich Sachsenherzog Widukind hier nach der Niederlage gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen der 780er Jahre versteckt haben. Erfahrt mehr zu dieser Legende und spielt einmal selbst die Sage nach.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Sei_kreativ_Sagen_Wittekindsburg.pdf
Der Legende zufolge hat der Teufel hier im Vehrter Bruch sein Brot geknetet und gebacken. Aber wie sind die beiden Großsteingräber Teufelsbackofen und Teufelsbacktrog entstanden? Hatten wirklich der Teufel oder die Riesen beim Bau die Hände mit im Spiel? Erfahrt mehr zu den Sagen und Legenden und erfindet eure eigene Geschichte zu den Steinen.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Sei_kreativ_Sagen_Teufelssteine_Vehrte.pdf
Die eisenzeitliche Schnippenburg ist keine typische Ritterburg so wie man sich Burgen gerne vorstellt. Sie war ein alter Kultplatz. Hier haben verschiedene Menschengruppen Opfergaben in Gruben vergraben. Erfahrt mehr zu verschiedenen Opfergaben, Kultplätzen und zur keltischen Kultur.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Probier_es_mal_Schnippenburg.pdf
Herkunft, Funktion und Bau der beeindruckenden Großsteingräber war schon immer rätselhaft. Waren womöglich Riesen, Zauberer oder gar der Teufel persönlich für diese Bauwerke verantwortlich? Erfahrt mehr über verschiedenste Theorien zur Funktion und zum Transport der Steine und erfindet eure eigene Geschichte dazu.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Schon_gewusst_Giersfeld.pdf

Sei_kreativ_Sagen_Steingräberweg_Giersfeld.pdf
Der Name Plaggenschale erinnert an eine spezielle Form der Landwirtschaft. Die sogenannte Plaggenwirtschaft wurde noch bis in die 1930er Jahre betrieben. Wie hat dieses Verfahren funktioniert? Erfahrt woher der Ausspruch „sich abplacken“ stammt.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Schon_gewusst_Wachholderhain_Plaggenschale.pdf
Bei Ausgrabungen fand man heraus, dass Ankum wesentlich älter ist als zuvor vermutet. Bereits im 7. Jahrhundert gab es hier eine frühe Ansiedlung. Als Befestigung diente ein weitläufiges Grabensystem, das später zu einer steinernen Umfassung umgebaut wurde. Erfahrt wie die Kirchburg einmal ausgesehen hat und macht euch eigene Gedanken dazu.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

Sei_kreativ_Kirchburg_Ankum.pdf

magische Orte

  • Schölerberg
  • Dom
  • Piesberg
  • Wittekindsburg Rulle
  • Teufelssteine Vehrte
  • Schnippenburg
  • Steingräberweg Giersfeld
  • Wacholderhain Plaggenschale
  • Kirchburg Ankum

Gehen Sie auf Erkundungstour mit der brandneuen App!

" MAGISCHE ORTE "

Veranstaltungen
  • April 2016
Besuchervideos

Sehen Sie weitere Videos auf unserem YouTube-Kanal
Magische Orte Osnabrück

Touren

Magische Orte entdecken und Landschaft erleben

Sechs verschiedene Touren in und um Osnabrück herum machen’s möglich. Begeben Sie sich selbst auf Spurensuche und entdecken, was Landschaft so alles erzählen kann.

Tour 01
Die Wanderung über 13 Km führt Sie entlang beeindruckender Großsteingräber der Jungsteinzeit in Vehrte zur im Wald versteckt gelegenen eisenzeitlichen Schnippenburg.
Tour 02
Auf den Spuren von Karl dem Großen und Sachsenherzog Wittekind führt die Radtour über 24 km vom Osnabrücker Dom ins Nettetal und zum Piesberg.
Tour 03
Die Wanderung über 9 km führt von den sagenumwobenen Karlssteinen am Piesberg ins Nettetal zur Wittekindsburg.
Tour 04
Ein Spaziergang über 3 km führt Sie über den Panoramaweg am Schölerberg zur Kultur- und Landschaftsgeschichte.
Tour 05
Von der Kirchburg in Ankum führt die Radtour über 28 km zum Hügelgräberfeld in Plaggenschale und entlang beeindruckender Megalithanlagen am Steingräberweg Giersfeld.
Tour 06
Im Giersfeld führt Sie eine kleine Wanderung über 5 km entlang verschiedener Grabanlagen der Megalithkultur zum sagenumwobenen, geologischen Denkmal Alkenkuhle.
Sponsoren